Baustofflexikon/Schüttgüter

Wir bieten ein breites Sortiment an verschiedenen Baustoffen zur Lieferung als auch zur Selbstabholung an. Dabei unterscheiden wir folgende Produktgruppen:

  • gebrochenes Gestein: Splitte, Schotter …
  • Kiese und Sande
  • Erden
  • Sonstiges

Im Folgenden möchten wir Ihnen die Produkte beschreiben:

 1. gebrochenes Gestein: Splitte, Schotter, …

Splitte und Schotter werden aus gebrochenen Naturstein (Fels) hergestellt. Das Material findet Anwendung als Zuschlagstoff für Asphalt und Beton im Straßenbau, beim Hausbau sowie im Garten- und Landschaftsbau, um beispielsweise Wege zu gestalten.

1.1. Brechsand 0/2

Gebrochener Mineralstoff der Lieferkörnung 0/2 mm. Die Lieferkörnung 0/2 mm wird durch direkte Absiebung über ein 2-mm-Sieb hergestellt.

1.2. Splitt

Unteres und oberes Grenzsieb der Lieferkörnung sind zwei (direkt) benachbarte Nennsiebgrößen (2/5, 5/8, 8/11, 11/16, 16/22 und 22/32). Die Korngrößen 2/5 und 2/8 werden oft auch als Pflastersplitt bezeichnet. Die Korngrößen 8/16 und 16/32 werden oft zum Aufsplitten von Fußwegen oder auch zur Drainage genutzt.

1.3. Mineralstoffgemische

Mineralstoffgemische sind ungebundene Gemische der Lieferkörnung 0/x. Im Straßenbau kommen in der Regel Gemische 0/32, 0/45 oder 0/56 zum Einsatz. Dabei ist zu unterscheiden zwischen

  • Mineralgemischen (ohne Zertifikat),
  • Frostschutzgemische und
  • Schottertragschichtgemischen.

Frostschutzschichten sind Tragschichten ohne Bindemittel, die Frostschäden im Oberbau vermeiden sollen. Sie bestehen aus frostunempfindlichen Mineralstoffgemischen, die auch im verdichteten Zustand ausreichend wasserdurchlässig sind.

An Schottertragschichten werden erhöhte Anforderungen an die Korngrößenverteilung gestellt.

Mineralgemische sind Gemische, welche nicht einer Frostschutznorm oder Schottertragschichtnorm unterliegen. Daher können Abweichungen hinsichtlich der Kornzusammensetzung und des Mischungsverhältnisses entstehen. Hier kann nur ein bedingter Einbau erfolgen.

1.4. Wasserbausteine

Wasserbausteine sind Steine unterschiedlicher Größe und unregelmäßiger Form, die für wasserbauliche Schutz- und Regulierungsbauwerke verwendet werden. Sie müssen eine hohe Trockenrohdichte aufweisen und verwitterungsbeständig sein. Sie müssen gegen chemische Einflüsse des Grund- und Oberflächenwassers unempfindlich und gegen mechanische Beanspruchung widerstandsfähig sein. Ihre Verwendung darf sich nicht nachteilig auf den Gütezustand von Gewässern auswirken.

1.5. Schüttsteine/Findlinge/Felsgesteine

Schüttsteine/Findlinge sind Steine unterschiedlicher Größe und unregelmäßiger Form, die gerne als Gabionenmaterial oder Dekorationselement im Garten- und Landschaftsbau zum Einsatz kommen.

 2. Kiese und Sande

Kiese und Sande werden in der Regel nicht durch Brechen von Material hergestellt, sondern die verschiedenen Korngrößen sind ursprüngliche Vorkommen in der Natur.

Um aus dem natürlichen Kies- und Sandgemenge einer Lagerstätte Baukiese und –sande zu produzieren, wird das Rohmaterial durch Waschen und sieben aufbereitet. Beim Waschen werden abschlämmbare Bestandteile wie Schluff, Lehm, Ton oder auch Holzkohlepartikel entfernt. Durch das Sieben wird das gewonnene Material in verschiedene Korngrößenklassen (Kornfraktionen) geteilt, die dann je nach Bedarf zum Einsatz kommen.

Für manche Verwendungszwecke werden an Baukiese und –sande erhöhte Anforderungen gestellt, die durch DIN-Normen geregelt sind und der Überwachung unterliegen. Darunter fällt beispielsweise die Widerstandsfähigkeit gegen Frost und Taumittel, der Anteil an quellfähigen Bestandteilen organischen Ursprungs, der Gehalt an wasserlöslichen Chloriden oder der Gehalt an abschlämmbaren Bestandteilen.

Baukiese und –sande werden u.a. verwendet

… als Zuschläge für Beton (Beton besteht zu etwa 80 % aus Kies und Sand!), Transportbeton, aus dem die gewünschten Bauteile erst auf der Baustelle hergestellt werden, oder vorproduzierte Fertigteile (Pflastersteine, Gehwegplatten, Kanalrohre, Eisenbahnschwellen, Mauersteine, Dachsteine, Waschbetonplatten etc.)

… als Zuschläge für Mörtel (u.a. Mauer-, Putz-, Estrich-, Fugenmörtel)

… im Straßenbau (zur Herstellung von Asphalt sowie für Frostschutzschichten und Tragschichten)

… für die Herstellung von Kalksandsteinen

2.1. Sand (Füllsand, Sand v. d. Wand, Wandsand)

Sand sind feinkörnige Sedimente, welches durch Verwitterung älterer Gesteine entsteht. Sand ist oft abgelagert und wird meist trocken von der Wand abgebaut.

Beim Kauf eines solchen Produktes, kann ohne Siebvorgang nicht gewährleistet werden, dass Korngrößenbeschränkungen eingehalten werden. Daher wird der direkt gewonnene Sand auch „Füllsand“ genannt. Oft wird dieser zur Verfüllung von Rohrleitungen genutzt.

2.2. Sand gesiebt (trocken abgesiebter Sand 0/1, 0/2, 0/4)

Um zu gewährleisten, dass geforderte Korngrößen eingehalten werden, wird der Sand meist von der Wand in der Lagerstätte abgebaut und trocken mittels Siebtechnik gesiebt. Das Größtkorn wird durch das entsprechende Sieb festgelegt. Somit kann dieses Material unbedenklich beim Kabel- und Rohrbau verwendet werden.

2.3. Feine Gesteinskörnung nach DIN 4226 (Sand gewaschen 0/1, 0/2, 0/4)

Gesteinskörnung, Zuschlagstoff für die Beton-, Estrich und Mörtelherstellung mit einem Korngrößenbereich von 0 mm bis Größtkorn maximal 4 mm. (bisher „Sand gewaschen“)

2.4. Wandkies (Füllkies, Rohkies 0/x)

Der Begriff Kies (von mittelhochdeutsch kis = grobkörniger steiniger Sand) bezeichnet ein weitverbreitetes Sediment. Wandkies ist demnach ein direkt von der Wand abgebauter Kies, welcher alle feinen und groben Bestandteile beinhaltet. Dieser geht unbearbeitet in die Bauindustrie als Verfüllmaterial. Je nach Geologie werden hier auch entsprechend gute Verdichtungswerte erzielt. Dieser Kies wird auch als Füllkies oder Rohkies bezeichnet. Eine Größtkorngrenze gibt es für dieses Material nicht. Somit können auch Lehmklumpen oder ähnliche Bestandteile enthalten sein.

2.5. Kiessand (0/8, 0/16, 0/32)

Sand-Kies-Gemisch ohne festgelegte Zusammensetzung, meist natürlichen Ursprungs. Kiessand ist ein Gemenge aus Kies und Sand mit Größtkornbeschränkung. Verwendung findet dieses Material überwiegend im Tiefbau.

2.6. Grobe Gesteinskörnung nach DIN 4226 (Kies gewaschen 2/8, 8/16, 16/32)

Gesteinskörnung, Zuschlagstoff für die Beton-, Estrich- und Mörtelherstellung mit einem Kleinstkorn von 2 mm und Größtkorn maximal 32 mm. (bisher „Kies gewaschen“)

2.7. Zierkies (Kiesüberkorn)

Sammelbezeichnung für Kieselsteine unterschiedlicher Körnung, wird im Garten- und Landschaftsbau als Gestaltungselemente in Beeten und am Haus (Spritzwasserschutz) genutzt.

2.8. Spielsand (0/2) und Fallschutzkies (2/8)

Spielsand und Fallschutzkies wird auf Spielplätzen als Fallschutz eingesetzt. Er unterliegt einer Überwachung und ist nach DIN EN 1177 zertifiziert.

Als Fallschutzkies ist nur Rundkies (kein gebrochener Kies!) in der Körnung 2 bis 8 mm geeignet. Die Schichtdicke sollte 40cm betragen. Im Gegensatz zu Sand hat Fallschutzkies eine bessere Dämpfungswirkung und gefriert im Winter nicht zusammen.

Der Einbau von Spielsand und /oder Fallschutzkies ist auf öffentlichen Spielplätzen und in Kindergärten Vorschrift und wird kontrolliert.

3. Erden

3.1 Erdaushub

Erdaushub entsteht beispielsweise bei Aushebungen für Keller oder der Ebenenbegradigung beim Bau von Fundamenten (Erschließung von Wohngebieten) sowie bei Straßen und Bergbauarbeiten. Erdaushub schließt alle verschiedenen Bodenarten, wie Sanderde, Lehmerde, Tonerde, und Kies ein. Mutterboden gilt nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodschG) und der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) als Sonderfall. Bei der Entsorgung von Erdaushub spielt ansonsten nicht dessen Struktur, sondern der Zustand eine Rolle. Unterschieden wird zwischen schadstoffunbelastetem Erdaushub sowie kontaminiertem Boden. Der Erdaushub gilt als verunreinigt, sobald er mit Wurzeln, Ästen, oder weggeworfenem Verpackungsmüll durchsetzt ist. Er gilt als schadstoffbelastet, wenn der Boden durch Schwermetalle oder Giftstoffe wie Säuren und Laugen untrennbar beschmutzt ist.

Schadstoffunbelasteter Erdaushub kann uneingeschränkt für Baumaßnahmen wiederverwertet werden (beispielsweise als Dichtungsmaterial beim Deponiebau oder als Dämmmaterial beim Hochwasserschutz).

Verunreinigter und schadstoffbelasteter Boden ist je nach Belastungsgrad nach einer mikrobiologischen Dekontaminierungswäsche noch eingeschränkt zu verwenden. Hierbei gelten für den Mutterboden (humusreicher Oberboden) allerdings besondere Schutzbestimmungen. Durch seinen hohen organischen Anteil ist er nicht für Bauzwecke geeignet, da er für Gebäude nicht tragfähig ist und schnell fault. Er findet allerdings in der Landwirtschaft und dem Gartenbau seinen Platz.

3.2. Mutterboden

Der Mutterboden, auch als Muttererde, Oberboden und unter Landwirten als Ackerkrume bezeichnet, ist der oberste und fruchtbarste Horizont des Bodens. Neben den mineralischen Hauptbestandteilen (Feinsand, Schluff und Ton) enthält er, im Gegensatz zu tiefer liegenden Bodenhorizonten, einen hohen Anteil an Nährstoffen (insbesondere Stickstoff) und organischer Substanz (Humus) sowie eine große Menge an Bodenlebewesen. Im Mutterboden leben für gewöhnlich aerobe (sauerstoffliebende) Bakterien wohingegen in den tieferen Horizonten je nach Wassersättigung und Luftangebot auch anaerobe Bakterien vorkommen können.

Da der Oberboden nicht tragfähig für Gebäude und befestigte Straßen ist, muss er vor Beginn der Bauarbeiten entfernt werden. Er darf bei Baumaßnahmen nicht zusammen mit dem Unterboden entsorgt oder deponiert werden.

3.3. Abraumboden

Begriff im Bergbau für Fest- oder Lockergestein, dass bei einer Rohstoffgewinnung über oder unter Tage beseitigt werden muss, um den Rohstoff gewinnen zu können. Diese Böden werden im Verkaufsgebiet je nach Lagerstätte als Rekultivierungsböden eingesetzt. Dabei handelt es sich um Lösslehm und Geschiebelehm Bodenmischungen.

Lösslehm ist sehr fruchtbar, welche aufgrund der kleinen Korngröße und dem damit verbundenen leicht zugänglichen Mineralreichtum entsteht.

4. Sonstiges

Für den Bau oder die Garten- und Landschaftsgestaltung werden noch viele weitere Schüttgüter eingesetzt, z.B. Betonrecycling, Rindenmulch, Lavagestein, Kalkgestein usw.

Diese Materialien können wir Ihnen auf Wunsch auch liefern.

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